Ein Spiel wie eine Achterbahn: Unsere 1. Herren hat sich am Sonntag nach einem schwierigen Start und einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand noch mit 36:35 beim TuS Hartum durchgesetzt.
In die Partie fand der TSV zunächst überhaupt nicht hinein. Viele technische Fehler ermöglichten den Gastgebern immer wieder einfache Möglichkeiten und so kassierte unsere Mannschaft bereits in den ersten zehn Minuten elf Gegentore. Nach ausgeglichenen ersten Minuten setzte sich Hartum zunächst auf 5:2 und wenig später sogar auf 11:5 ab. Auch beim 16:10 lag Bösingfeld noch mit sechs Treffern zurück. Einige Wechsel und taktische Umstellungen brachten anschließend die Wende. Der TSV fand besser ins Spiel und startete eine starke Aufholjagd. Mit sechs Treffern in Folge gelang beim 16:16 der Ausgleich. Kurz darauf übernahm unsere Mannschaft erstmals die Führung und ging schließlich mit einem 20:18-Vorsprung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel zeigte die Erste zunächst ein deutlich anderes Gesicht. Hartum konnte beim 22:22 noch einmal ausgleichen, doch Bösingfeld antwortete mit vier Treffern in Folge und setzte sich auf 27:23 ab. Wenig später betrug der Vorsprung beim 29:24 sogar fünf Tore. Doch ruhig wurde die Partie damit noch lange nicht. Der TSV wurde wieder hektischer und gab den Gastgebern durch einige Unkonzentriertheiten mehrfach die Chance, noch einmal zurückzukommen. Hartum verkürzte in der Schlussphase auf 33:32, doch unsere Mannschaft blieb stabil und legte noch einmal auf 35:33 sowie 36:34 vor. 34 Sekunden vor dem Ende fiel das 35:36 und fünf Sekunden vor Schluss kam Hartum nach einer strittigen Entscheidung des Schiedsrichtergespanns tatsächlich noch einmal in Ballbesitz und nutzte seine letzte Auszeit. Den knappen Vorsprung verteidigte der TSV anschließend bis zur Schlusssirene und nahm damit beide Punkte mit nach Bösingfeld.
Am Ende steht ein 36:35-Auswärtssieg, der sich für die Mannschaft trotzdem nicht wirklich wie einer anfühlte. Nach dem schwierigen Start zeigte die Erste zwar eine starke Reaktion und kämpfte sich eindrucksvoll zurück, ließ den Gegner aber auch immer wieder ins Spiel kommen. Entscheidend ist dennoch: Zwei weitere Punkte stehen auf der richtigen Seite. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am morgigen Dienstag wartet im Pokal das interne Duell gegen die 2. Herren, bevor es am Samstag zum Kracher nach Salzuflen geht. Dort will und muss die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen.
Für den TSV:
Hannes Heitkamp (10, 6/6), Nico Korbach (9), Timo Schnare (4), Jakob Meier (3), Lukas Hoppenberg (3), Nils Schnare (2), Ben-Luca Germer (1), John Ellmer (1), Marlo Lages (1), Niklas Meier (1), Sam-Jason Overbeck (1), Lukas Ebbers, Hannes Reichinger und Hannes Teubner